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Unser Beikost-Start: Infos & Tipps, die mir am Anfang echt geholfen haben

Babybrei, BLW, Reifezeichen, Eisen, Verschlucken, Verstopfung, Vitamine, … AHHH!!! Du denkst gerade über den Beikost-Start deines Babys nach und siehst den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr? Oder besser gesagt euren Weg zwischen all den gut gemeinten Tipps nicht mehr? Ich verstehe dich total, denn vor einer Weile ging es mir genau so! 

Ich wollte so gern mit der Beikost anfangen, war nach der ersten Recherche total irritiert und hatte 25 neue Fragen, statt Sicherheit den Beikost-Start zu wagen.

Also keine Sorge, das ist wohl ganz normal 😉 Mit diesem Artikel möchte ich dir ein paar Tipps an die Hand geben, die UNS (!) total gut geholfen haben. Behalte trotzdem einen ganz wachen Blick für deine Familie und geh nur die Schritte Richtung Babybrei, Baby Led Weaning und Beikost, die sich für dich und dein Baby gut anfühlen. Pick’ dir aus diesem Artikel genau die Anreize, die für euch gerade passen. Hier findest du auch Ideen, wo du weitere Tipps finden kannst. Kleiner Teaser: Facebook-Gruppen sind es eher nicht. Hab ich getestet!

So ging ich die ersten Schritte Richtung Baby-Beikost:

Ich glaube, die ersten Gedanken zum Thema Beikost machte ich mir, als unser Bub etwa vier oder fünf Monate alt war. Ich wollte ihn ein halbes Jahr stillen, aber ich wollte natürlich auch richtig richtig gut vorbereitet sein. Ich wollte alles über den Beikost-Start, Brei-Zubereitung, Baby Led Weaning, Nährstoffe und die größten Fehler, die man machen kann, wissen. Also gab ich mir ein paar Wochen Vorlauf, was am Ende wirklich nicht geschadet hat.

So startete ich meine Recherche zum Thema Beikost-Start:

  1. Termin mit Hebamme vereinbaren (alternativ Gespräch mit Kinderarzt/-ärztin suchen)
  2. Gespräche mit Freundinnen
  3. Literatur zum Thema Beikost-Start
  4. Anmeldung in Facebook-Gruppen

Ich startete mit einem ganz vertrauten Schritt, wählte die Nummer meiner liebe Hebamme und wir vereinbarten ein Treffen zum Thema Beikost-Start. Das wäre auch schon mein erster Tipp für euch: Fragt eure Hebamme, ob sie Kapazitäten hat und euch in diesem Bereich etwas begleiten kann. Man kann wirklich so viel im Internet lesen, aber einmal die wichtigsten Punkte mit eurer (in den meisten Fällen liebgewonnen) Expertin durchzugehen, vermittelt schon viel Sicherheit.

Zum vereinbarten Termin hatte ich dann eine riesige Liste mit Fragen vorbereitet und erwartete, dass ich nun einen Ablaufplan für den Start erhalten würde, der jeden Projektmanager stolz gemacht hätte. Ihr ahnt es vielleicht schon - diesen Plan bekam ich nicht 😉

Stattdessen habe ich einen Tipp erhalten, der tatsächlich viel hilfreicher war: 

“Bleib' entspannt, geduldig und hab Spaß dabei dein Kind langsam ans Essen heranzuführen!”

Okidoki, das kann ich schaffen, denn wir (Eltern) haben auch wirklich viel Spaß am Essen, das sollten wir doch auch weitergeben können. Meine Freundinnen vermittelten mir ein ähnliches Gefühl. Auch stellte ich fest, dass viele Mamas aus meinem Umfeld einfach auf ihre Intuition gehört haben und sich gar nicht groß vorbereitet haben. Das ist natürlich auch Typ-Sache. Ich liebe es einfach Dinge vorzubereiten!

Bei eaby Kleinanzeigen ergatterte ich einen großen Stapel aktueller Literatur zum Thema Babybrei, BLW und Beikost im Allgemeinen. Welche Bücher ich wirklich hilfreich fand, stelle ich euch gern in einem nächsten Artikel vor.

Im letzten Schritt meldete ich mich in Facebook-Gruppen an und meldete mich in weniger als 24h wieder ab. Jede noch so lieb gemeinte kleine Frage nach der Zubereitung von Pastinaken, den Uhrzeiten für die einzelnen Breie oder die Größe der Stücke beim BLW wurden eigentlich immer mit dem gleichen Satz niedergeschrien: “WAS IST MIT DEN REIFEZEICHEN??? KANN KAUM GLAUBEN, DASS DEIN KIND WIRKLICH ALLE ZEIGT!”... ok, ciao, nicht meine Baustelle!

Ich erinnerte mich an den Satz meiner Hebamme und verinnerlichte ihn nochmal wie ein kleines Mantra. Dabei analysierte ich ein paar weitere Punkte, die für mich wichtig waren.

Die wichtigsten Punkte für mein Vorgehen:

  • Ich habe mich NICHT von externen Stimmen à la “Muss er nicht langsam mal etwas Richtiges essen?!” leiten lassen, sondern habe ausschließlich auf MEIN GEFÜHL gehört.
  • Ich habe mich nicht für BLW oder Breikost entschieden, sondern ausprobiert, was für uns gut funktioniert. (Auflösung: Wir kombinieren beides und es klappt super!)
  • Ich hatte keinen Zeitplan im Kopf bis wann welche Mahlzeit “ersetzt” werden sollte. Ja, solche Pläne gibt es und sie sind sicher für viele Familien auch sinnvoll.
  • Verschlucken war mein Angstthema - Also habe ich mich zuerst dazu belesen. Das war mir für den Start wichtiger als 20 Rezepte zu kennen.

So nachdem wir nun über Intuition und Gefühl gesprochen haben, folgen nun noch ein paar Fakten. Bitte denkt auch hier daran: Das sind die Punkte, die uns als Familie wichtig waren. Seht diesen Artikel als Inspirationsquelle, aber fühlt euch absolut frei bei bestimmten Themen auch nochmal tiefer einzusteigen. 

Die Reifezeichen

Die Reifezeichen sind - per Definition - die Merkmale, die ein Baby zeigen sollte, um mit dem Essen zu starten. Hierzu verlinke ich euch mal einen Artikel vom Blog “Von guten Eltern”. Diesen fand ich total hilfreich. Sowieso könnt ihr hier mal nach ‘Beikost’ suchen und ihr findet eine Menge spannender Artikel.

Zu den wichtigsten Reifezeichen zählen: 

  • Interesse am Essen (z. B. Kaubewegungen, wenn die Eltern essen)
  • Kopf kann alleine gehalten werden
  • Aufrechtes Sitzen (mit etwas Unterstützung z. B. auf dem Schoß der Eltern)
  • Zungenstoßreflex ist abgeschwächt oder ganz verschwunden

Brei vs. Baby Led Weaning

Mir ist bei der Recherche zum Beikost-Start ziemlich schnell das Thema Baby Led Weaning begegnet. BLW ist die vom Baby gesteuerte Beikosteinführung. Das bedeutet, dass es nicht mit Brei gefüttert wird, sondern selbst Nahrung (meist FingerfoodSticks) zu sich nimmt und am Familientisch “mitisst”. Wenn das Thema für euch spannend ist, dann empfehle ich euch dieses Buch. Ich glaube, es ist die BLW-Bibel in Fachkreisen 😉

Zu meiner Erfahrung mit dem Thema BLW und für welchen Weg ich mich entschieden habe: Ich hatte etwas das Gefühl, dass Baby Led Weaning der neue Foodtrend für Babys ist (Ist es nicht, diese Methode des Beikost-Starts klingt wirklich ganz natürlich und sehr selbstbestimmt, was ich toll finde.), also fühlte ich den Druck, dass ich mich jetzt für BLW und gegen Brei entscheiden muss. Für uns stellte sich aber heraus, dass eine Kombination aus beiden Beikostarten einfach super funktioniert. Unser Bub wollte z. B. tagsüber nicht mehr stillen und er liebt es große Portionen Brei zu verputzen. Beim BLW heißt es “Food under one, is just for fun”. So gab und gibt es bei uns funny Fingerfood und sattmachenden Brei - mal so, mal so und am besten beides zusammen.

Zutaten

Anweisungen

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