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So schmeckt es allen – Gerichte zum Individualisieren

familien-rezepte individualisieren Ein Artikel von Alicia Metz-Kleine

A. mag keine Erbsen. F. keine gekochten Karotten. Dafür lieben beide Brokkoli. Der Mann nicht so. Ich mag das alles gerne, dafür keinen Lauch. Unsere Lieblingsgerichte: Pommes oder Nudeln (A.), Sommerrollen (F.), Reis mit Curry (er), Salat mit Ofenkartoffeln (ich). Jede*r hat einen eigenen Geschmack, Vorlieben und Lieblingsgerichte. Das als Familie bei jedem Essen unter einen Hut zu bringen, ist quasi unmöglich. Das kennst du vermutlich aus eigener Erfahrung, oder? Mit einem Kind klappt es auch meist noch ganz gut, ab und zu einfach ein „Kinderessen“ zu machen. Wenn da dann zwei Kinder sind und sie einen unterschiedlichen Geschmack haben, wird es schon schwieriger. Natürlich muss man es nicht jeden Tag allen recht machen, aber es ist trotzdem schön, wenn das Familienessen eine gute Erfahrung ist und jede*r spürt, dass er/sie mitgedacht wird. Außerdem finde ich es auch total wichtig, dass auch die Eltern auf ihre Kosten kommen und das essen können, was ihnen schmeckt und worauf sie wirklich Lust haben. 

Wir haben eine Lösung für uns gefunden, die es mehrmals die Woche gibt und die ich dir heute zeigen will: Gerichte zum Individualisieren oder auch Selbstmach-Gerichte. 

Für Selbstmach-Gerichte gibt es keine richtigen Rezepte, da es ja eigentlich nur einzelne Zutaten sind, die auf dem Tisch stehen. Jede*r stellt sich dann einen Teller nach den eigenen Vorlieben zusammen. Probiere am besten einfach immer mal wieder aus, was für euch als Familie gut funktioniert. 

familien-rezepte individualisieren

Um das Prinzip ein bisschen besser zu erklären, kommen hier unsere liebsten Gerichte zum Individualisieren:

Selbstmach-Salat oder -Bowl

Ein paar Zutaten, die bei uns oft auf dem Tisch stehen:

  • Kichererbsen
  • gekochte Eier oder Rührei
  • Gurke
  • Tomaten 
  • Paprika
  • gebratener Tofu
  • Mozzarella
  • Mais
  • gekochte Erbsen
  • gekochter Brokkoli
  • saure Gurken
  • Kohlrabi
  • gebratene Zucchini
  • Karottenstifte
  • Saaten und/oder Nüsse
  • ...

Dazu gibt es dann meist noch eine Brotzeit. Und ein angerührtes Dressing oder einen Joghurtdip. Wenn man lieber ein warmes Gericht möchte, kann man das ganze auch als Bowl machen. Mit gekochtem Reis oder Couscous, gekochten Gemüse etc. - natürlich auch alles in einzelnen Schälchen. 

Sommerrollen

Mit Sommerrollen ist es ähnlich. Wir füllen das Reispapier meistens hiermit:

  • Reis oder Glasnudeln
  • Gurke
  • Karotte
  • Mango
  • Granatapfelkerne
  • Minze
  • Paprika
  • gebratener Tofu
  • Cashews
  • ...

Alle diese Zutaten stehen auf dem Tisch und jede*r kann sich die Sommerrollen füllen, wie er/sie mag. Dazu gibt es Sojasauce und/oder einen Dip, z.B. aus Erdnussmus, Tahin, frischem Orangensaft & Sojasauce. 

Porridge

Porridge ist auch ein tolles Familienessen – zum Frühstück oder Mittagessen – und kann auch super individualisiert werden. Dann wird nur das Porridge auf den Tisch gestellt und jede*r kann es nach Geschmack toppen. Zum Beispiel mit Obst, Nüssen, Nussmusen, Schokonibs etc. 

Grundrezept für 2 Personen:

100 g (glutenfreie) Haferflocken
250 ml Wasser
125 ml (pflanzliche) Milch

Haferflocken zusammen mit dem Wasser und der Milch in einen Kochtopf geben und kurz bei hoher Hitze aufkochen, dann bei niedriger Hitze quellen lassen.
Wenn das Porridge nicht individualisierbar sein soll, kann man das Obst auch mit in den Topf geben. Lecker ist es auch, das Porridge mit Zimt, Kurkuma und anderen Gewürzen abzuschmecken. 

Selbstmach-Prinzip – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt

Das Selbstmach-Prinzip funktioniert auch mit Wraps, Minipizzen, gefüllten Pfannkuchen, Nudelgerichten u.ä. - Man kann tatsächlich viele Gerichte individualisieren. Guck einfach mal, was eure Lieblingsgerichte sind und ob man sie nicht individualisierbar machen kann.

Für jede Familie gibt es wahrscheinlich solche Standard-Selbstmach-Gerichte. Sommerrollen, Porridge und co. sind unsere. Die gehen immer. Das liegt unter anderem auch daran, dass unsere Töchter sie so gerne mögen. Sie essen dann immer ganz besonders gut und das beobachte ich auch immer wieder bei anderen Kindern und höre es von anderen Eltern. Selbstgemachtes beziehungsweise zusammengestelltes Essen schmeckt Kindern oft viel besser. Die Kinder werden so mit einbezogen und das führt häufig auch zu einer guten Stimmung am Tisch. Außerdem kann man die Sachen sehr schnell zubereiten, da nur die einzelnen Zutaten auf den Tisch gestellt werden - und das ist im Alltag oft eine große Erleichterung. 

Dadurch, dass viele verschiedene Lebensmittel auf dem Tisch stehen, kann jede*r auch gut mal etwas probieren. Denn wie ich in diesem Artikel schon erwähnt habe, kann es bis zu 15 Anläufe brauchen, bis ein Kind etwas Neues probiert. Übrigens eignen sich diese Gerichte auch super zur Resteverwertung. Es sind noch ein paar Nudeln von gestern übrig? Die kommen einfach mit auf den Tisch. Da ist noch aufgeschnittenes Obst? Kann mit ins Porridge.

Tipp:

Schön ist es, wenn es immer ein paar Lieblingszutaten des Kindes gibt und ein paar Zutaten, die vielleicht ganz neu sind. 

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Zutaten

Anweisungen

So schmeckt es allen – Gerichte zum Individualisieren

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